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 05. November 2016

“Wo sonst könnte man so eine lebendige Diskussion erleben?!”

Kanadischer Generalgouverneur nimmt an Podiumsdiskussion in Universität Bethlehem teil

Am Samstag, 5. November 2016, erhielt die Universität Bethlehem hohen Besuch. Seine Exzellenz der sehr Ehrenwerte David Johnston, C.C., C.M.M., C.O.M., C.D., Generalgouverneur und Oberbefehlshaber von Kanada, nahm an einer Podiumsdiskussion über die Entwicklung nachhaltiger Landwirtschaft und Innovation in der Westbank teil. 

In seinen Eingangsworten hieß Vicechancellor Bruder Peter Bray, FSC, EdD, seine Exzellenz „Willkommen zu Hause“ und spielte damit auf das bisherige Engagement Johnstons in verschiedenen Bereichen der höheren Bildung an – so war der heutige Vertreter von Queen Elisabeth II fünfzehn Jahre lang Direktor und Vizekanzler der McGill Universität in Montreal sowie weitere 11 Jahre lang Präsident und Vizekanzler der Universität von Waterloo in Ontario. Zudem bedankte sich Bruder Peter für die großzügige Unterstützung aus Kanada für ein Gartenprojekt im universitätseigenen Palästinensischen Museum für Naturgeschichte. 

Im Anschluss an die Wilkommensrede von Bruder Peter begrüßte auch seine Exzellenz die Anwesenden. Er bedankte sich bei Bruder Peter und der gesamten Universität für den herzlichen Empfang, lenkte dann aber den Blick auf Kanadas Engagement in ökologischer Innovation in der Westbank und Gaza. Bezüglich der anschließenden Diskussion, die das repräsentative Staatsoberhaupt als sowohl thematisch als auch zeitlich gegenwartsnah beschrieb, brachte er ein Zitat von Thomas Jefferson an: „Wissen ist wie eine Kerze. Wenn ich deine Kerze mit meiner erleuchte, wird mein Licht dadurch nicht vermindert, sondern erweitert!“. Er zeigte sich begeistert von der versammelten Fachkompetenz dieser Diskussion.

Eingeleitet wurde die Diskussion über die Entwicklung nachhaltiger Landwirtschaft und Innovation in der Westbank von Dr. Fadi Kattan, Dekan der Businessfakultät und Vorsitzender des Rechnungswesen Programms. Das Diskussionsforum bestand aus Dr. Azzam Saleh Ayasa, Direktor des UN-Programms für Landwirtschaft und Essen, Mr. Jean Lebel, Präsident und Gouverneur des Internationalen Entwicklungsforschungszentrums, Mr. Ziad Anabtawi, Direktor und CEO der „Anabtawi Global Group“ und – als Vertreter der Universität Bethlehem – Dr. MazinQumsiyeh, Professor und Direktor des Palästinensischen Museum für Naturgeschichte und des Instituts für Nachhaltigkeit und Artenvielfalt.Neben der Repräsentation ihrer Institutionen – UN, Kanada,  privater und akademischer palästinensischer Sektor – brachte jeder der vier Diskutanten überaus aufschlussreiche Kommentare aus den verschiedensten Blickwinkeln auf die Herausforderung, in Palästina gleichzeitig nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben und dennoch ökonomisch zu wachsen, in die Diskussion mit ein.

Nach einem lebendigen Austausch über die vielen Fragestellungen, z. B. bezüglich des Gebrauchs und das Recycelns von Wasser, Ernährungssicherung, Import- und Exportlogistik, internationaler Vermarktung palästinensischer Produkte, der enormen Bedeutung von Frauen in der Landwirtschaft und vieler weiterer Themen, nahm sich das Podium noch den Fragen des Publikums an, u. A. Fakultätsmitgliedern der Hebron Universität und der Palästinensischen Polytechnischen Universität.

Das Schlusswort gehörte dann wieder seiner Exzellenz David Johnston, der seine Begeisterung für die Diskussion ausdrückte und das gehörte noch einmal aus seiner Sicht reflektierte. Für ein Schmunzeln im Publikum sorgten einige Anekdoten aus seinem persönlichen und politischen Leben sowie seine Anmerkung: „Der Verstand ist wie ein Fallschirm; er funktioniert am besten, wenn er offen ist.“

Bevor das Event dann mit einem vom Institut für Hotelmanagement organisierten Empfang auf dem Campus endete, bedankte sich der Generalgouverneur bei dem Podium sowie allen Anwesenden und insbesondere der Universität für die Organisation einer solch fantastischen Podiumsdiskussion. Johnston schloss mit einer rhetorischen Frage: „Wo sonst könnte man so eine lebendige Diskussion erleben wenn nicht an der Universität Bethlehem?!“
 
 
 
 
 
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